Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst

Wir unterstützen berlinweit sowohl Familien, in denen ein Elternteil schwer oder unheilbar erkrankt ist als auch Familien mit einem lebensverkürzt erkrankten Kind.

Wenn bei einem Familienmitglied eine lebensbegrenzende Diagnose, wie z.B. „Krebs“ gestellt wird, bedeutet dies für die betroffenen Menschen und deren Familien eine große Belastung, viele geraten in eine Krise. Der Malteser Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst steht den Familien beratend und begleitend zur Verfügung - und dies schon bei der Diagnosestellung und während der Behandlung. Das Angebot besteht auch, wenn es berechtigte Hoffnung auf Heilung gibt.

Der Malteser Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst besteht aus hauptamtlichen Fachkräften und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen, die die Familien gemeinsam begleiten.

Angebote der Fachkräfte

Grundlage unserer Arbeit ist die systemische Haltung in den von uns begleiteten Familien. Dazu gehört, dass wir neben den Familien gleichermaßen deren Umfeld in unserer aufsuchenden Arbeit berücksichtigen.

Unser Beratungsangebot zu den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer richtet sich an Familienmitglieder, Angehörige und Zugehörige sowie involvierte bzw. interessierte Personengruppen, wie z.B. Erzieher/-innen und Lehrer/-innen.

Unser Team besteht aus Dipl.-Sozialpädagoginnen, mit Zusatzausbildungen in den Bereichen Psychoonkologie, Palliativ Care, Systemischer Beratung und Therapie.  Bei Bedarf vermitteln wir Ansprechpartner von Fachdiensten und ergänzenden Hilfen.

Angebote der Ehrenamtlichen

In unserem Dienst sind intensiv geschulte Ehrenamtliche tätig, die die Kinder individuell betreuen und begleiten. Sie werden von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen passend für die Kinder ausgesucht und sind dann eine weitere feste Bezugsperson.

In der Regel besuchen sie die Familien einmal in der Woche. Die Aufgaben können sehr unterschiedlich sein, z.B. Spielen, Basteln, Ausflüge machen und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Dabei orientieren sie sich an den  Bedürfnissen der Familie. Zur Entlastung der Eltern können bspw. die Kinder von der Kita, der Schule abgeholt bzw. zum Sport oder Musikunterricht gebracht werden.

So erreichen Sie uns

Treskowallee 110 (Eingang Dönhoffstraße)
10318 Berlin

familienbegleitung.berlin@malteser.org

(030) 6566 178 27

Antje Rüger-Hochheim

Antje Rüger-Hochheim
Leiterin Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst
Tel. 030 65 66 178 - 27
Fax 030 65 66 178 - 17
antje.rueger-hochheim@malteser.org
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Sonja Thissen

Sonja Thissen
Koordinatorin Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst
Tel. 030 65 66 178 - 27
Fax 030 65 66 178 - 17
sonja.thissen@malteser.org
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Malteser-Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“

In dem Malteser-Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“ tauschen sich Hospizdienste an elf Projekt-Standorten, unter anderem in Berlin, mit jungen Menschen aus, entwickeln neue Engagement-Formate und reflektieren zeitgemäße Rahmenbedingungen.

Von den rund 167 Ehrenamtlichen des Hilfsdienstes in Berlin seien nur sieben Hospizhelfer*innen unter 30 Jahre alt, sagt Antje Rüger-Hochheim, Leiterin des Kinderhospiz- und Familienbegleitdienstes der Malteser in Berlin. Dabei sei es gerade für Kinder und Jugendliche, die einen nahen Angehörigen verlieren, von großer Bedeutung, dass ihnen in dieser schweren Zeit auch jüngere Menschen zur Seite stehen. „Junge Erwachsene sind noch nicht so weit weg von der Welt der Jugendlichen. Sie sprechen die gleiche Sprache und haben sofort einen Draht zu den Teenagern.“

Auch die Berliner Malteser wollen künftig mehr jüngere Menschen für die Hospizarbeit gewinnen und aufklären. „Berührungsängste sind erlaubt bei diesem Thema“, sagt die Leiterin des Familienbegleitdienstes. Für junge Ehrenamtliche im Familienbegleitdienst könne ihre Aufgabe eine große Bereicherung sein, so Rüger-Hochheim. „Sie bekommen als junger Mensch für sich selbst einen anderen Blick auf das Leben und für das, was wirklich wichtig ist.“

Das Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung – interessieren – stärken - beteiligen“, an dem sich auch die Berliner Malteser beteiligen, wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Es wird in Kooperation mit dem Deutschen Hospiz und Palliativverband e.V. (DHPV) durchgeführt und durch die Universität Graz wissenschaftlich begleitet. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter https://www.malteser.de/hospizarbeit/junge-menschen.html

Handreichung für Hospizarbeit mit Kindern und Jugendlichen: Antje Rüger-Hochheim von den Maltesern als federführende Mitautorin

"Mit der vorliegenden Broschüre werden zum einen Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung, zum anderen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen durch schwere Krankheit konfrontiert sind, in den Fokus genommen. Klar ist: alle Abschied nehmenden Kinder sollten adäquate Begleitangebote der (Kinder- und Jugend-) Hospizarbeit nutzen können. Die Handreichung zeigt auf, welche Gemeinsamkeiten und Spezifika in der Begleitung der Abschied nehmender Kinder zu beachten sind.

Mit der Entwicklung der vorliegenden Broschüre wurde somit Pionierarbeit geleistet, weil sie erstmalig die Bedürfnisse von Abschied nehmenden Kindern in unterschiedlichen Lebenssituationen betrachtet und den Schwerpunkt auf die Zeit vor dem Tod legt. (...)

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband bedankt sich ganz herzlich bei allen, die in der Arbeitsgruppe und bei der Erstellung dieser Handreichung mitgewirkt haben. Besonderer Dank gilt Marcel Globisch und Antje Rüger-Hochheim, die dieses Projekt federführend vorangetrieben haben sowie Katrin Weimann, die den Prozess fachlich begleitet und die Erstellung der Handreichung koordiniert hat."

Auszug aus dem Vorwort von Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands

Download und Bestellung unter https://www.dhpv.de/service_broschueren